Die Schmerztherapie in der Orthopädie befasst sich mit Schmerzen, die durch Erkrankungen oder Funktionsstörungen des Bewegungsapparates entstehen und sich häufig über längere Zeit entwickeln oder immer wieder auftreten. Besonders bei chronischen Beschwerden stoßen rein symptomorientierte Behandlungen an ihre Grenzen.
Die orthopädische Schmerztherapie setzt daher nicht allein an der Schmerzwahrnehmung an, sondern bezieht funktionelle Zusammenhänge, mechanische Ursachen und entzündliche Prozesse mit ein. Im Vordergrund stehen die gezielte Reduktion von Schmerzen sowie die Identifikation der ursächlichen Faktoren zur nachhaltigen Entlastung des Bewegungsapparates.
Was versteht man unter Schmerztherapie?
Die Schmerztherapie umfasst medizinische Maßnahmen zur Behandlung von Schmerzen, die durch Erkrankungen oder Funktionsstörungen des Bewegungsapparates entstehen. In der Orthopädie wird dabei meist lokal an der Ursache angesetzt. Zum Einsatz kommen unter anderem orale oder transdermale Schmerzmedikamente, Infusionstherapien sowie lokale Infiltrationen. Besonders bewährt haben sich Infiltrationen, die gezielt an schmerzauslösende Strukturen verabreicht werden, etwa an Gelenken, Sehnenansätzen oder an der Wirbelsäule. Die Schmerztherapie ersetzt keine ursächliche Behandlung, kann diese jedoch sinnvoll unterstützen und oft erst ermöglichen.

Dr. Gregor Pittl
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie in Innsbruck

Häufige Einsatzgebiete der Schmerztherapie
Die orthopädische Schmerztherapie wird bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, insbesondere wenn Schmerzen den Alltag oder sportliche Aktivitäten deutlich beeinträchtigen:
- Akute Rückenschmerzen und chronische Schmerzen der Wirbelsäule
- Bandscheibenbedingte Beschwerden mit Nervenreizung
- Gelenkschmerzen bei Arthrose oder Überlastung
- Sehnenreizungen und Sehnenansatzbeschwerden
- Schmerzen nach Sportverletzungen oder Unfällen
- Beschwerden, bei denen Infiltrationen eine gezielte Entlastung bringen
- lokale Schmerzsyndrome, bei denen eine Infiltration Wirbelsäule sinnvoll ist
Wann ist Schmerztherapie sinnvoll & wie lange hält sie an?
Eine Schmerztherapie ist dann sinnvoll, wenn Schmerzen trotz Schonung oder Basismaßnahmen anhalten oder sich wiederholt zeigen. Sie wird häufig eingesetzt, um akute Schmerzphasen zu überbrücken oder chronische Schmerzen zu stabilisieren. Die Wirkung hängt von der Ursache, der gewählten Methode und dem individuellen Befund ab. Lokale Infiltrationen können oft rasch Linderung verschaffen, während begleitende Maßnahmen wie Physiotherapie oder Training die Wirkung unterstützen. Die Schmerztherapie wirkt zeitlich begrenzt, kann aber wiederholt oder angepasst werden, sofern dies medizinisch sinnvoll ist.
Ablauf der Schmerztherapie
Man unterscheidet in der Schmerztherapie zwischen einer gezielten akuten Intervention und einem längerfristig angelegten, multimodalen Behandlungsansatz. Entsprechend folgt die Schmerztherapie einem klar strukturierten Ablauf:
- Anamnese und Untersuchung: Erhebung der Schmerzgeschichte, Lokalisation, Intensität und Auslöser der Beschwerden, Prüfung der Beweglichkeit
- Diagnostische Einordnung: Beurteilung, ob die Beschwerden eher systemisch oder lokal begrenzt sind. Dabei wird entschieden, ob eine medikamentöse Schmerztherapie, eine lokale Infiltration oder eine Kombination beider Ansätze sinnvoll ist.
- Therapieplanung: Auswahl der geeigneten Methode – medikamentös (z.B. Einsatz oraler oder transdermaler Schmerzmedikamente) oder interventionell (z.B. lokale Infiltrationen)
- Durchführung: Präzise Applikation der gewählten Therapieform. Lokale Infiltrationen erfolgen bei Bedarf ultraschallgezielt, um eine sichere und exakte Platzierung zu gewährleisten.
- Verlaufskontrolle: Beurteilung der Wirkung und Anpassung der weiteren Schmerztherapie

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Dr. Gregor Pittl
Die Schmerztherapie ist ein wichtiger Bestandteil der konservativen Orthopädie und kann helfen, Schmerzen gezielt zu reduzieren und Bewegung wieder zuzulassen. Wenn Sie unter akuten oder chronischen Schmerzen leiden und eine fachlich fundierte orthopädische Schmerztherapie wünschen, lassen Sie Ihre Beschwerden abklären. Gerne ist auch eine Beratung im Rahmen einer Privatsprechstunde bei Dr. Pittl in Innsbruck möglich.

Häufig gestellte Fragen
Welche Behandlungen fallen unter die Schmerztherapie?
Zur Schmerztherapie zählen unter anderem medikamentöse Behandlungen, Infusionstherapien, lokale Infiltrationen sowie neuraltherapeutische Verfahren.
Wie lange ist man schmerzfrei nach einer Infiltration?
Die Wirkung einer Infiltration ist individuell verschieden und kann von Tagen bis zu mehreren Wochen anhalten, abhängig von Ursache und Befund.
Ist eine Infiltration an der Wirbelsäule sicher?
Eine Infiltration an der Wirbelsäule gilt bei fachgerechter Durchführung als sicher, insbesondere wenn sie ultraschall- oder bildgestützt erfolgt.
Hilft Schmerztherapie auch bei chronischen Schmerzen?
Ja, auch bei chronischen Schmerzen kann eine gezielte Schmerztherapie helfen. Häufig erfolgt sie innerhalb eines abgestimmten Gesamtkonzepts mit ergänzenden Behandlungsformen.
Wird die Schmerztherapie operativ durchgeführt?
Nein, die orthopädische Schmerztherapie ist ein konservatives Verfahren und kommt ohne operative Eingriffe aus.

