- Verletzungen und akute Ereignisse: Eine Verdrehung beim Sport, Sturz beim Sport oder im Haushalt, ein Fehltritt im Alltag oder ein direkter Schlag auf das Knie führen oft zu abrupt einsetzenden Knieschmerzen. Häufig betroffen sind Meniskus, Kreuzbänder oder Kniescheibe.
- Überlastung und Fehlbelastung: Verdrehungen, Stürze, einseitige Belastungsmuster oder körperliche Arbeit können zu einem Druck- oder Spannungsgefühl, Schwellung, Erguss sowie Ziehen führen.
- Arthrose im Knie: Knorpelabbau verursacht Reibung auf den Knochen und führt zu Beschwerden wie Anlaufschmerzen, Steifheit, Schwellung, Flüssigkeit im Knie, in der Kniekehle oder nächtliche Knieschmerzen. Die Symptome entwickeln sich meist schleichend und nehmen laufend zu.
- Entzündliche Prozesse: Schleimbeutel- oder Sehnenentzündungen verursachen Schwellung, Wärme und Schmerzen, auch ohne vorangehende Verletzung. Unbehandelt können die Beschwerden chronisch werden.
- Autoimmunerkrankungen: Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis oder Psoriasis-Arthritis können das Kniegelenk dauerhaft beeinträchtigen. Dadurch können Knieschmerzen, Schwellungen und Morgensteifigkeit entstehen.
- Stoffwechselbezogene Ursachen: Auch Stoffwechselerkrankungen wie Gicht oder Diabetes können Kniebeschwerden begünstigen.
Knieschmerzen
Symptome
Knieschmerzen können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln und sowohl sportlich aktive Menschen als auch den Alltag betreffen. Das Knie zählt zu den am stärksten beanspruchten Gelenken des Körpers und ermöglicht Stabilität sowie komplexe Bewegungen.
Aufgrund seines Aufbaus können die Ursachen sehr unterschiedlich sein – von Verdrehungen und Überlastungen bis zu verschleißbedingten Veränderungen an Knorpel, Meniskus oder Bändern.
Eine fundierte orthopädische Untersuchung ermöglicht es, die Ursache einzugrenzen und gezielt zu behandeln. Daher ist es ratsam, bei anhaltenden Beschwerden frühzeitig einen orthopädischen Spezialisten aufzusuchen, um Folgeschäden zu vermeiden und die Beweglichkeit langfristig zu erhalten.
Dr. Gregor Pittl bietet dafür eine präzise Diagnostik sowie konservative und regenerative Therapiekonzepte, insbesondere bei Meniskusriss, Arthrose im Knie und überlastungsbedingten Beschwerden.

Dr. Gregor Pittl
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie in Innsbruck

Wie entstehen Knieschmerzen?
Ursache
Das Knie schmerzt – doch was steckt dahinter? Manchmal reicht eine ungünstige Position beim Sitzen, Liegen oder Arbeiten, manchmal tritt plötzlich eine Schwellung auf, ohne dass man sich überhaupt an eine Verletzung erinnern kann.
Knieschmerzen können jede Altersgruppe betreffen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen:
Jüngere Patient:innen leiden häufig unter Folgen einer Sportverletzung am Knie, beispielsweise nach Drehbewegungen, Landungen oder Stürzen. Im mittleren und höheren Lebensalter stehen hingegen oft degenerative Prozesse wie Knorpelschäden,
Arthrose im Knie oder ein Meniskuseinriss im Vordergrund.

Häufige Ursachen können sein:
Symptome & Krankheitsbilder
Symptome
Knieschmerzen können sehr unterschiedlich auftreten, was die Einschätzung der Ursache erschwert. Ob die Beschwerden plötzlich beginnen oder sich langsam entwickeln, ob sie innen, außen oder tief im Gelenk spürbar sind und ob sie bei Belastung, nach dem Sport, in Ruhe oder nachts auftreten, all das liefert wichtige Hinweise auf die betroffenen Strukturen.
Darum ist es sinnvoll, diese Beobachtungen genau wahrzunehmen und beim Termin mit dem Orthopäden anzusprechen.
Typische Symptome bei Knieproblemen sind:
- Schmerzen bei Belastung, etwa beim Gehen, Laufen oder Treppensteigen
- Anlaufschmerzen nach Ruhephasen
- Schmerzen beim Beugen oder Strecken des Knies
- stechende Beschwerden nach einer Sportverletzung am Knie
- Schwellungen des Kniegelenkes oder der Kniekehle oder ein Wärmegefühl im Gelenk
- Druckschmerz an der Innen- oder Außenseite des Knies
- Instabilitätsgefühl beim Abwärtssteigen oder seitlicher Belastung
- Blockadegefühl oder ein Knacken beim Bewegen
- nächtliche oder in Ruhe auftretende Schmerzen, häufig bei Arthrose im Knie
Häufige Krankheitsbilder bei Knieproblemen sind:
Krankheitsbilder
- Arthrose im Knie (Gonarthrose): Knorpelverschleiß mit Belastungs- und Ruheschmerzen
- Meniskusschaden / Meniskuseinriss: akut durch Verdrehtrauma oder degenerativ bedingt
- Knorpelschaden am Knie: lokale Knorpeldefekte, oft nach Verletzungen oder Überlastung
- Bandverletzungen: Kreuzband- oder Seitenbandprobleme nach Sport oder Sturz
- Patellofemorales Schmerzsyndrom: Schmerzen hinter oder um die Kniescheibe
- Tendinopathien: z. B. Patellarsehnenreizung („Jumpers Knee“ = Springerknie), Schmerzen an der Knieaussenseite (“Runners Knee” = Läuferknie)
- Bursitis: Schleimbeutelentzündung am Vorder- oder Innenbereich des Knies
- Knochenmarksödem: schmerzhafte Flüssigkeitsansammlung im Knochen

Diagnose & Behandlung von Knieschmerzen
Behandlung
Um die richtige Diagnose bei Knieschmerzen stellen zu können, ist eine gründliche orthopädische Untersuchung notwendig:
- Ausführliche Anamnese: Wann traten die Schmerzen auf? Wie lang? Bei Belastung oder in Ruhe? Gab es ein Trauma?
- Körperliche Untersuchung: Sicht- und Tastbefund, Kontrolle von Gelenkbeweglichkeit und Stabilität, Tests für Meniskus und Bänder (z. B. Stabilitäts- und Funktionstests)
- Wenn nötig bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder MRT zur genaueren Beurteilung von Knorpel, Band- bzw. Meniskusstrukturen.

Behandlungsmethoden bei Knieschmerzen
Je nach Diagnose setzt Dr. Pittl auf ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept mit konservativen und regenerativen Verfahren. Mögliche Ansätze umfassen:
- Stoßwellentherapie bei Sehnenreizungen, Entzündungen oder Überlastungsschäden. Der Einsatz der Therapie ist hilfreich, um Heilungsprozesse anzuregen und Schmerzen zu lindern
- Magnetfeldtherapie zur Unterstützung der Regeneration von Knorpel, Bändern und Weichteilgewebe, insbesondere bei Gelenkverschleiß, Schwellungneigung, schmerzender Flüssigkeitsansammlung im Knochen – Knochenmarksödem oder wiederholter Überlastung
- ACP-Eigenbluttherapie (regenerative Behandlung mit Eigenblut) kommt zum Einsatz bei Entzündungen, Gelenkproblemen oder zur Unterstützung der Heilung bei Meniskus- bzw. Knorpelschäden
- Physiotherapie und gezieltes Training zur Stabilisierung, Muskelaufbau und Optimierung der Bewegungsabläufe
- Bei akuten Reizzuständen: entzündungshemmende Infiltrationen oder supportive Maßnahmen wie Bandagen/Taping, Entlastung und angepasste Bewegung
Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Ordination.
Dr. Gregor Pittl
Viele Knieschmerzen lassen sich durch eine sorgfältige Untersuchung und ein strukturiertes Behandlungskonzept reduzieren und so auch die Beweglichkeit wiederherstellen. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Ihre Kniebeschwerden abklären möchten. Gerne können Sie dafür auch einen Termin in der Privatsprechstunde vereinbaren.

Häufig gestellte Fragen
Kann man Arthrose im Knie konservativ behandeln?
Ja. Bei Arthrose im Knie helfen Injektionen mit Hyaluronsäure, Stoßwellen- und Magnetfeldtherapie, ACP, Physiotherapie und entzündungshemmende Maßnahmen häufig sehr gut.
Wann muss am Knie operiert werden?
Wenn konservative Therapien nicht mehr helfen und strukturelle Schäden bestehen, etwa ein ausgeprägter Meniskusriss, fortgeschrittener Knorpelverschleiß oder eine deutliche Instabilität.
Wann sollten Knieschmerzen untersucht werden?
Wenn Beschwerden länger als wenige Tage andauern, nach einer Sportverletzung am Knie auftreten oder Schwellungen entstehen, sollte eine orthopädische Untersuchung erfolgen.
Wie häufig ist eine Sportverletzung am Knie?
Sehr häufig. Vor allem bei sportlich aktiven Menschen in Lauf-, und Ballsportarten, sowie beim Bergsport, Wandern und Winterport, insbesondere Schifahren/Snowboardfahren. Schnelle Bewegungen und Stürze führen typischerweise zu Band- und Meniskusproblemen.
Wie wird ein Meniskusriss erkannt?
Ein Meniskusriss zeigt sich durch stechende Schmerzen, Blockaden und Schwierigkeiten beim Beugen. Ultraschall und MRT helfen bei der genauen Diagnose.

